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Themen · Google-Ads Betreuung · Nachteile

Welche Nachteile hat eine Google-Ads-Agentur — und worauf muss ich achten?

Eine Agentur nimmt Arbeit ab, aber sie liefert selten Wunder. Die häufigsten Klagen kommen nicht daher, dass Agenturen inkompetent wären — sondern daher, dass Kunden Erwartungen an das Modell haben, die es strukturell nicht erfüllen kann. Fünf typische Fallen und wie man ihnen begegnet.

Stand: 27. August 2026 · Autor: Sven Leonhardt

1. Intransparenter Retainer ohne Bezug zur Leistung

Der klassische Retainer bündelt alles: Konten-Pflege, Kampagnen-Aufbau, Strategie, Meetings, Reporting. Der Kunde weiß nach zwölf Monaten oft nicht, wie viel Zeit tatsächlich in seinem Konto verbracht wurde und wie viel in Standard-Prozessen der Agentur verschwand. In ruhigen Monaten zahlt er dasselbe wie in intensiven — und schlussfolgert häufig, dass er zuviel bezahlt.

Wie wir damit umgehen: Trennung von technischer Konten-Betreuung (Domain-Pauschale) und strategischer Beratung (Stunden oder Kontingent). Sie sehen jeden Monat, was Sie für was bezahlen; in ruhigen Monaten zahlen Sie nur die Pauschale.

2. Konto-Ownership bleibt bei der Agentur

Einige Agenturen legen die Konten unter eigener Google-Identität an, verwalten Zahlungsprofile und halten die Merchant-Center-Verifizierung. Beim Wechsel entstehen Reibungen — im schlimmsten Fall Kampagnen-Pause, bis die Übertragung abgeschlossen ist. Das ist selten böse Absicht, aber häufige Nachlässigkeit im Setup.

Wie wir damit umgehen: Wir arbeiten ausschließlich per MCC-Zugriff auf Konten, die Ihnen gehören. Rechnungsprofil, Google-Identität und MC-Verifizierung bleiben bei Ihnen. Details im Wechsel-Ablauf.

3. Freelancer versprechen mehr, als eine Person leisten kann

Der Google-Ads-Freelancer ist die günstigere Alternative zur Agentur — auf dem Papier. In der Praxis bündelt eine Person Konten-Pflege, Strategie, Reporting, Merchant-Center-Diagnose und Feed-Themen. Bei Krankheit, Urlaub oder starkem Wachstum trifft das den Kunden hart. Und die technische Tiefe (Ads Scripts, GA4-Konfiguration, Feed-Regel-Editor) übersteigt oft die Kapazität einer Ein-Personen-Struktur.

Wie wir damit umgehen: Bei portalexporte.de sind Feed-Betreuung, Merchant-Center-Diagnose und Ads-Betreuung Teilbereiche eines Teams mit klaren Zuständigkeiten — Sven für Programmierung und Ads-Automation, Ronny für Content und Kategorien, Patrick für Marketing und Preise. Kein Single-Point-of-Failure.

4. Zu kleine Budgets werden falsch betreut

Bei Werbebudgets unter 500 €/Monat lohnt Agentur-Betreuung wirtschaftlich selten. Trotzdem werden solche Kunden aufgenommen — und dann in Standard-Setups gepresst, für die das Budget nicht reicht. Ergebnis: unbefriedigende ROAS, Kundenverlust nach sechs Monaten, verstärktes Vorurteil gegen Agenturen insgesamt.

Wie wir damit umgehen: Wir empfehlen unterhalb von etwa 500 €/Monat Werbebudget offen Selbstbetreuung mit gelegentlicher Sparring-Stunde (149 €). Ab 500–1.500 € Werbebudget die technische Betreuung ohne Beratungskontingent. Erst darüber die volle Kombination.

5. „KI-Optimierung" als Marketing-Versprechen

Alle Agenturen werben seit 2024 mit „KI-unterstützten Kampagnen". In der Praxis bedeutet das oft: die Google-eigene Automation (Performance Max, Smart Shopping) wird ohne zusätzliche Steuerung übernommen. Das ist kein Nachteil — Google-Ads läuft heute weit stärker automatisiert als vor fünf Jahren. Aber es ist auch nicht die Zusatzleistung, die den Retainer rechtfertigt.

Wie wir damit umgehen: KI-unterstützt ist bei uns die Auswertung von Google Ads und GA4 — Cluster-Modelle für ROAS-Ausschöpfung, Winner-/Loser-Verstärkungs-Logik, Merchant-Center-Status-Reasons-Diagnose. Das sind konkrete, dokumentierte Schritte, keine Marketing-Formeln. Details in unseren Themen-Beschreibungen.

Wann Sie eine klassische Agentur brauchen — und wir Sie weiterschicken

Drei Konstellationen: erstens Full-Service-Bedarf inklusive Kreativität, Landingpage-Optimierung, Content-Produktion — dafür braucht es ein größeres Team, wie Smarketer oder Klickkonzept es bieten. Zweitens Werbebudgets über 20.000 €/Monat mit Multi-Country-Setups — hier lohnt dedizierte Enterprise-Betreuung. Drittens Media-Buying über Google hinaus (Meta, TikTok, Amazon Ads) — dafür sind Multi-Kanal-Agenturen wie Projecter besser aufgestellt. In allen drei Fällen empfehlen wir offen weiter.

Wir prüfen Ihr Konto und sagen offen, ob wir passen.

Kein Retainer, kein Vertragslaufzeit-Zwang — nur eine ehrliche Einschätzung.

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