Ein Produkt-Feed ist eine strukturierte Datei mit allen Produktinformationen, die ein Ausspielkanal braucht — Titel, Beschreibung, Preis, Verfügbarkeit, Bild-URL, Kategorie, GTIN. Für Google Shopping sind rund 20 Felder Pflicht, für die meisten Preisvergleicher genügen 10–15 Felder. Feeds liegen typisch als XML, CSV oder JSON vor und werden vom Shopsystem automatisch aus dem Produktkatalog generiert.
Ausspielkanäle wie Google Shopping, Idealo oder AWIN haben eigene Feld-Konventionen, Prüfregeln und Aktualisierungsfrequenzen. Statt jedem Kanal einen separaten Zugriff auf die Shop-Datenbank zu geben (Sicherheitsrisiko, Performance-Problem), liefert der Shop einen Feed — eine einmal erzeugte Datei, die alle nötigen Attribute im Portal- Format enthält und in Minuten- oder Stunden-Intervallen aktualisiert wird.
Der Feed ist der Vermittlungspunkt zwischen Shop und Portalen. Kein Portal greift direkt auf Ihre Datenbank zu — alles läuft über den Feed.
Das größte Portal setzt den Standard, an dem sich viele andere orientieren:
| Feld | Zweck | Pflicht |
|---|---|---|
id | Eindeutige Produkt-ID im Shop | ja |
title | Produkttitel (max. 150 Zeichen) | ja |
description | Produktbeschreibung (max. 5.000 Zeichen) | ja |
link | URL zur Produktseite | ja |
image_link | URL zum Produktbild (mind. 800 px) | ja |
availability | in_stock / out_of_stock / preorder / backorder | ja |
price | Preis inkl. Währungscode | ja |
brand | Marke oder Hersteller | ja (Handelsware) |
gtin | Global Trade Item Number (EAN, UPC, ISBN) | ja bei Marken |
mpn | Manufacturer Part Number | ja ohne GTIN |
google_product_category | Google-Kategorie-ID | empfohlen |
condition | new / used / refurbished | ja bei Nicht-Neu |
shipping | Versandkosten je Region | empfohlen |
Zusätzlich gibt es rund 30 optionale Felder, deren Belegung die
Ranking-Chance verbessert: color, size, material,
gender, age_group, additional_image_link,
sale_price mit Zeitraum, Custom-Labels für Kampagnensteuerung.
Idealo verlangt EAN als Pflichtfeld (ohne EAN kein Listing) und arbeitet mit einer eigenen Kategorie-Taxonomie. Bing Merchant Center ist stark an Google-Format angelehnt, akzeptiert die Google-Kategorie-IDs direkt. Affiliate-Netzwerke (AWIN, Adcell, belboon) haben je Netzwerk unterschiedliche Feld-Namen für Tracking-Parameter und Provisionsangaben. Amazon Feeds sind ein Sonderfall — hier läuft die Anbindung meist nicht über Feed-Management-Tools, sondern über Seller Central oder eine MWS-/SP-API-Integration.
De-facto-Standard für Google Shopping. Namespace xmlns:g="http://base.google.com/ns/1.0",
RSS-2.0-artige Struktur mit <item>-Elementen. Wird von den meisten
Shopsystemen out-of-the-box erzeugt.
Einfachster Fall — eine Spalte pro Attribut, eine Zeile pro Produkt. Portalvorgaben zu Trennzeichen (Komma / Tab / Semikolon), Textbegrenzern und Zeichencodierung (UTF-8) unbedingt beachten. Für Excel-Export ohne UTF-8-Bezeichnung kommt es häufig zu Umlautfehlern.
Zunehmend verbreitet, vor allem für API-basierte Feed-Anbindungen. Für Google Shopping über die Content-API in JSON strukturiert. Vorteil: leichter zu validieren, bessere Nested-Struktur (z.B. bei Varianten).
Wir prüfen Ihren Feed kostenfrei gegen die Pflichtfelder aller relevanten Portale und melden Ihnen konkrete Lücken.
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